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K U M seit 1990 und noch länger
Seit Beginn der 80iger bildeten sich überall in Deutschland Eltern-Initiativen im Bereich Kinder, Umwelt und Gesundheit. Eltern hatten festgestellt, dass die Gesundheit ihrer Kinder von Schadstoffen aus der Luft, dem Wasser und der Nahrung zumindest beeinflusst wird.
Die Aktion Muttermilch, ein Menschenrecht e.V. wurde gegründet, weil in der ersten Nahrung der Kinder, der Muttermilch, horrende Werte von PCP, Dioxin und Pestiziden gemessen wurden. Werte, die in der Kuhmilch ein sofortiges Verkaufsverbot nach sich gezogen hätten.
Die Initiative Pseudo-Krupp Eltern für saubere Luft konnte nachweisen, dass Kinder bei Inversionswetterlagen durch die sich unter der Smogdecke ansammelnde schadstoffhaltige Luft epidemieartig unter Atemnotanfällen litten.
Eltern gegen atomare Bedrohung erhielten den Beweis für ihre Forderung auf Abschalten aller Atomkraftwerke, weil sie für alle, besonders für Kinder eine ständige Bedrohung bedeuten, durch das1986 explodierte AKW in Tschernobyl.
Eltern für unbelastete Nahrung EFUN gründete sich nach der Katastrophe von Tschernobyl, als die Nahrung durch den Fall-Out radioaktiv verstrahlt war und die Werte nicht glaubwürdig veröffentlicht wurden. Daraus ergab sich, die Nahrung allgemein auf Schadstoffe zu untersuchen und die Auswirkungen auf die Gesundheit der Kinder zu beobachten.
Die Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind AAK war die Antwort der Eltern auf die zunehmenden allergischen Erkrankungen der Kinder, die nicht nur durch Vererbung erklärbar waren.
Umweltbelastungen , die von Kinderärzten und Politikern negiert wurden, schienen trotzdem einen Einfluss auf die Befindlichkeit und die Gesundheit der Kinder zu zeigen. Eigene Beobachtungen und Informationen zu sammeln und diese an die Eltern weiter zu geben, waren die Gründe, sich zu Initiativen zusammen zu schließen. Daraus ergab sich, Verbündete unter den Medizinern und Toxikologen zu finden, durch die Medien an die Öffentlichkeit zu treten und Politiker vor Ort und bundesweit für die Zusammenhänge von Umweltbelastung und die krankmachende Wirkung auf Kinder zu interessieren und politische Maßnahmen zu ergreifen.
1990 beschlossen diese Gruppen in Freiburg gemeinsam zu arbeiten, weil das Ziel, eine gesunde Zukunft für unsere Kinder zu schaffen, allen gleich war. Um den Kontakt zu jungen Eltern unmittelbar herzustellen, wurden die Mütterzentren, der Kinderschutzbund, Eltern werden-Eltern sein und das Kinderbüro der Stadt Freiburg sowie einige anderen Elterngruppen, die es heute nicht mehr gibt, zum Mitmachen gewonnen. So startete KIND UND UMWELT e.V. 1991 als Netzwerk mit 13 Gruppen ihre Arbeit in Freiburg.
Gleichzeitig gründete sich der Verein KIND UND UMWELT in Berlin und das Netzwerk Kind und Umwelt in Neuss. Zusammen bildete sich der Bundesverband KIND UND UMWELT, KUM, der gemeinsam eine Zeitung KUM Magazin herausgab.
Als Bundesverband wurde KUM Mitglied in der IGUMED (Interdisziplinäre Umweltmedizin), im Ökologischen Ärztebund und dem Aktionsplan Umwelt und Gesundheit (APUG) des Gesundheits- und Umweltministerium. Gemeinsam mit Ärzten, Wissenschaftlern und anderen NGO-Gruppen werden Ideen und Projekte zur Verbesserung der Umweltbedingungen für Kinder erarbeitet.
Als Mitglied im Internationalen Arbeitskreis INCHES (International Network on childrens Health; Invironment and Safety) werden Weichen gestellt für eine Zusammenarbeit aller Staaten zum Thema Kindergesundheit und Umwelt.
Kinderrechte bekannter zu machen und ihre Durchsetzung voran zu treiben ist das Ziel mit anderen Gruppen zusammen in der National Coalition zur Umsetzung der Kinderrechtskonvention.
Inzwischen sind viele Umwelt- und Gesundheitsgruppen aufgelöst, 2003 auch die KUM-Vereine in Berlin und Neuss. KIND UND UMWELT Freiburg ist weiterhin aktiv für eine gesunde und lebenswerte Zukunft unserer Kinder.
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